{"id":2922,"date":"2023-02-03T09:35:32","date_gmt":"2023-02-03T09:35:32","guid":{"rendered":"https:\/\/potenzguru.co\/guru\/?page_id=2922"},"modified":"2023-02-03T09:35:32","modified_gmt":"2023-02-03T09:35:32","slug":"coronavirus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/potenzguru.co\/de\/coronavirus\/","title":{"rendered":"Coronavirus"},"content":{"rendered":"<h1>Das Coronavirus &#8211; Allgemeine Informationen \u00fcber COVID-19<\/h1>\n<div class=\"inner\">\n<p>Das Coronavirus ist weltweit auf dem Vormarsch. Es gibt viele Unsicherheiten \u00fcber die Verbreitung und die Gef\u00e4hrdung durch die neuartige Erkrankung. Der folgende Text soll deshalb die wichtigsten Informationen liefern, die es \u00fcber das Coronavirus gibt.<\/p>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<p>1.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#eins\">Allgemeine Krankheitsdefinition<\/a><br \/>\n2.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#zwei\">Welche Symptome l\u00f6st das Coronavirus aus?<\/a><br \/>\n3.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#drei\">Wo liegt der Ursprung der Krankheit?<\/a><br \/>\n3.1\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#dreieins\">\u00dcber die Ausbreitung des Coronavirus<\/a><br \/>\n4.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#vier\">Wie funktioniert die \u00dcbertragung des Coronavirus?<\/a><br \/>\n5.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#fuenf\">Wie gef\u00e4hrlich ist eine Infektion mit dem Coronavirus?<\/a><br \/>\n6.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#sechs\">Wie l\u00e4sst sich eine Infektion mit dem Coronavirus feststellen?<\/a><br \/>\n6.1\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#sechseins\">Wie k\u00f6nnen sich Personen bei einem Verdacht einer Infektion verhalten?<\/a><br \/>\n7.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#sieben\">Das Coronavirus in Deutschland<\/a><br \/>\n8.<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#acht\">\u00a0Was passiert bei einem Verdacht einer Infektion?<\/a><br \/>\n8.1\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#achteins\">Wer zahlt die Kosten f\u00fcr die Untersuchungen?<\/a><br \/>\n9.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#neun\">Welche Bem\u00fchungen werden gegen das Coronavirus unternommen?<\/a><br \/>\n10.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#zehn\">Meldepflicht bei Verdachtsf\u00e4llen<\/a><br \/>\n11.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#elf\">Ist das Tragen von Mundschutzmasken sinnvoll?<\/a><br \/>\n12\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#zwoelf\">Generelle Ma\u00dfnahmen gegen das Coronavirus<\/a><br \/>\n13.\u00a0<a href=\"https:\/\/potenzguru.co\/coronavirus#dreizehn\">Weitere aktuelle Informationen<\/a><\/p>\n<h2><a id=\"eins\"><\/a>Allgemeine Krankheitsdefinition<\/h2>\n<p>\u201eCorona\u201c, wie die Krankheit COVID-19 in den Medien gerne bezeichnen wird, wird von dem neuartigen Coronavirus ausgel\u00f6st. Dieser Virus geh\u00f6rt zu der Familie der Coronaviridae, die bei vielen Wirbeltieren wie zum Beispiel V\u00f6geln, Fischen und S\u00e4ugetieren auftreten k\u00f6nnen. Es ist verwandt mit den Viren SARS-CoV, das f\u00fcr den Ausbruch der SARS-Pandemie in den Jahren 2002 und 2003 verantwortlich war ebenso wie mit dem MERS-CoV, das 2012 im mittleren Osten entdeckt worden ist. Aufgrund der genetischen \u00c4hnlichkeiten des Erregers erhielt das Coronavirus am 11. Februar 2020 die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Die Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr \u201eSevere Acute Respiratory Syndrom Coronavirus 2\u201c, was auf Deutsch so viel wie \u201eSchweres akutes Atemwegserkrankung Coronavirus 2\u201c bedeutet.<\/p>\n<p>Wie auch SARS-CoV und MERS-CoV geh\u00f6rt das Coronavirus zu einer Art von Erregern, die zoonotische Infektionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Damit werden jegliche Krankheitserreger bezeichnet, die die Artenbarriere \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Viren dieser Art sind von Tieren wie V\u00f6geln oder Fischen auf den Menschen \u00fcbertragbar. Das Coronavirus ist zus\u00e4tzlich von Mensch zu Mensch \u00fcbertragbar.<\/p>\n<h2><a id=\"zwei\"><\/a>Welche Symptome l\u00f6st das Coronavirus aus?<\/h2>\n<p>Eine Infektion mit SARS-CoV-2 ist nicht immer f\u00fcr den Laien erkennbar. Einige Patienten entwickeln keine besonderen Symptome. Bei der Mehrheit der Infizierten treten Symptome auf, die haupts\u00e4chlich die Atemwege betreffen. Die Patienten leiden unter Schnupfen, Husten, Halskratzen und Fieber f\u00fchren. Bei wenigen Patienten f\u00fchrte eine Infektion mit dem Coronavirus au\u00dferdem zu Durchf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Schwere Infektionen k\u00f6nnen sich zu einer ernsthaften Erkrankung der Atemwege (Pneumonie) ausweiten. Die Patienten k\u00f6nnen nur noch schwer Luft bekommen und die Lungen sind nicht mehr in der Lage den K\u00f6rper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. In einzelnen F\u00e4llen kann es zu einem akuten Lungenversagen kommen, was zum Tod f\u00fchren kann. Allerdings verl\u00e4uft die Krankheit bei vier von f\u00fcnf Patienten eher mild. Nur 2% aller Infizierten sind bisher an COVID-19 gestorben. Dabei handelte es sich meistens um \u00e4ltere Patienten oder Menschen, die durch Vorerkrankungen oder durch einen Gendefekt \u00fcber ein unzureichendes Immunsystem verf\u00fcgten.<\/p>\n<h2><a id=\"drei\"><\/a>Wo liegt der Ursprung der Krankheit?<\/h2>\n<p>Zum ersten Mal berichteten chinesische Medien am 31.12.2019 \u00fcber einen Ausbruch der Pneumonien in der Stadt Wuhan. Die Stadt liegt in der Provinz Hubei in China und beheimatet rund 11 Millionen Einwohner. Sp\u00e4ter wurde bekannt, dass viele der Erkrankten wohl im Dezember auf dem Hunana-Seafood-Markt in Wuhan gewesen sind. Sie haben dort als H\u00e4ndler oder Verk\u00e4ufer gearbeitet.<\/p>\n<p>Auf dem Markt wurden neben Fischen und Meeresfr\u00fcchten auch Wildtiere wie Flederm\u00e4use oder Organe anderer Tiere wie beispielsweise die Schw\u00e4nze von Reptilien verkauft. Darum geht die WHO davon aus, dass der Ursprung der Infektion Wildtiere sein k\u00f6nnten, die sich mit einer mutierten Form des SARS-CoV angesteckt hatten und diese auf die Verk\u00e4ufer und H\u00e4ndler \u00fcbertrugen. Allerdings l\u00e4sst sich nicht genau feststellen, welche Tiere das neuartige Virus \u00fcbertragen haben.<\/p>\n<p>Nach der Bekanntgabe der Infektionen wurde der Hunana-Seafood-Markt am 01.01.2020 geschlossen.<\/p>\n<h3><a id=\"dreieins\"><\/a>\u00dcber die Ausbreitung des Coronavirus<\/h3>\n<p>Das Coronavirus breitete sich innerhalb weniger Wochen in China aus und gelangte von dort in die restliche Welt. Das h\u00e4ngt unter anderem damit zusammen, dass das Virus eine hohe Inkubationszeit hat. Kann bis zu 14 Tage dauern, bis sich Symptome f\u00fcr eine Erkrankung mit COVID-19 zeigen. In dieser Zeit hatten die infizierten Personen Kontakte zu anderen Menschen in ihrer Umgebung, an die sie die Erreger unwissentlich \u00fcbertrugen. Darum war es auch m\u00f6glich, dass Ausl\u00e4nder sich in Wuhan oder in anderen Regionen China mit dem neuartigen Virus ansteckten und in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcckflogen, noch bevor die Krankheit bekannt wurde.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass die chinesische Regierung zu sp\u00e4t auf den Ausbruch der Pneumonien reagierte. Bereits im Dezember 2019 warnten chinesische \u00c4rzte vor dem Auftreten der Lungenerkrankungen in Wuhan und empfahlen genauere Untersuchungen. Die \u00c4rzte wurden von der Polizei verwarnt und mussten Schweigeverpflichtungen unterzeichnen, die ihnen weitere \u00f6ffentliche Verbreitungen von vermeintlichen Informationen \u00fcber die Pneumonien verbaten.<br \/>\nNach der Schlie\u00dfung und Desinfizierung des Hunana-Seafood-Markts untersuchten chinesische Beh\u00f6rden die neuen Erkrankungen und ver\u00f6ffentlichten erst am 07.01.2020 Pressemitteilungen, die die Existenz eines neuen Coronavirus best\u00e4tigten. Zun\u00e4chst wurde aber nur von 44 bekannten F\u00e4llen gesprochen.<\/p>\n<p>Nachdem am 13. 01.2020 thail\u00e4ndische Medien \u00fcber den ersten Fall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus in Thailand berichteten und nur wenige Tage sp\u00e4ter vergleichbare Berichte aus Japan und S\u00fcdkorea kamen, wurde klar, dass die Zahlen der Infektionen aus China falsch sein mussten. Bis zum 26.01.2020 stieg die Zahl der Infektionen allein in China auf 2744 bekannte F\u00e4lle an. Von den infizierten Personen starben 80 Patienten an COVID-19.<\/p>\n<p>Am 30.01.2020 erkl\u00e4rte die WHO COVID-19 zu einer gesundheitlichen Notlage, die eine Tragweite von internationalem Ausma\u00df hat. In der Zwischenzeit sind bereits Infektionen des Coronavirus au\u00dferhalb Chinas wie in den USA, in Italien und auch in Deutschland bekannt geworden.<\/p>\n<h2><a id=\"vier\"><\/a>Wie funktioniert die \u00dcbertragung des Coronavirus?<\/h2>\n<p>Wie auch andere Coronaviridae wird SARS-CoV-2 \u00fcber Tr\u00f6pfcheninfektionen verbreitet. Wenn ein Mensch mit dem Speichel oder anderen K\u00f6rperausscheidungen einer infizierten Person in Ber\u00fchrung kommt, k\u00f6nnen die Viren \u00fcber die Schleimh\u00e4ute in den K\u00f6rper eindringen. Das funktioniert zum Beispiel bei normalen Unterhaltungen, wenn die Viren durch den Speichel des Infizierten direkt in den Mundraum oder die Nase einer gesunden Person gelangen k\u00f6nnen. Auch bei Intimkontakt ist eine \u00dcbertragung der Viren sehr wahrscheinlich.<\/p>\n<p>Es ist auch eine indirekte \u00dcbertragung \u00fcber die H\u00e4nde m\u00f6glich. Wenn sich ein Patient zum Beispiel in die Hand niest oder hustet und dann jemand anderem die Hand sch\u00fcttelt, werden die Viren \u00fcbertragen. Ber\u00fchrt die andere Person dann ihr Gesicht, k\u00f6nnen die Viren wieder \u00fcber die Schleimh\u00e4ute in den K\u00f6rper gelangen.<\/p>\n<p>Eine Infektion \u00fcber unbelebte Dinge ist bisher noch nicht nachgewiesen. Es ist unbekannt, wie lange die Viren an Oberfl\u00e4chen wie einer T\u00fcrklinke oder einer Plastikverpackung \u00fcberleben. Allerdings gehen Experten bisher davon aus, dass die Krankheitserreger au\u00dferhalb eines Wirtes nur vergleichbar kurz \u00fcberlebensf\u00e4hig sind und somit auch nur eine sehr geringe Ansteckungsgefahr durch Ber\u00fchrung unbelebter Objekte besteht.<\/p>\n<h2><a id=\"fuenf\"><\/a>Wie gef\u00e4hrlich ist eine Infektion mit dem Coronavirus?<\/h2>\n<p>Der bisherige Verlauf der Corona-Epidemie zeigt, dass die Infektion f\u00fcr die meisten Patienten nicht bedenklich ist. Von f\u00fcnf Patienten erleiden vier Patienten nur eine milde Form einer fieberartigen Erkrankung, die sich gut diagnostizieren und behandeln l\u00e4sst. Bisher sind knapp 5% aller infizierten Personen an dem Coronavirus gestorben. Dabei stammt der Gro\u00dfteil der Opfer aus China. 4,6% aller gemeldeten Todesf\u00e4lle stammen aus dem Land. Au\u00dferhalb von China sind bisher dagegen nur 0,4% der infizierten Patienten an den Folgen des Coronavirus gestorben.<\/p>\n<p>Bei der Untersuchung der Verl\u00e4ufe und der bisherigen Todesf\u00e4lle konnten Wissenschaftler und Mediziner interessante Daten sammeln. Demnach steigt das Risiko eines schwerwiegenden Verlaufs von COVID-19 ab einem Alter von 50 Jahren deutlich an. Au\u00dferdem sind unter den bisherigen Opfern mehr M\u00e4nner als Frauen. Demnach sind bisher knapp 2,6% der m\u00e4nnlichen Patienten verstorben, w\u00e4hrend es bei den Frauen lediglich 1,4% gewesen sind.<\/p>\n<p>Global betrachtet ist eine Infektion mit dem Coronavirus t\u00f6dlicher als eine Infektion mit dem Grippevirus. W\u00e4hrend die WHO f\u00fcr die j\u00e4hrliche Grippewelle von zwei Toten pro 1000 erkrankten Personen ausgeht, liegt die aktuell gesch\u00e4tzte Quote beim Coronavirus bei sieben Toten pro 1000 Erkrankten. Allerdings ist es schwierig absolute Aussagen zu treffen, da es bisher noch zu wenige messbare Werte in China und au\u00dferhalb des Landes gibt.<\/p>\n<h2><a id=\"sechs\"><\/a>Wie l\u00e4sst sich eine Infektion mit dem Coronavirus feststellen?<\/h2>\n<p>Das Coronavirus ist in seiner Beschaffenheit so individuell, dass es bei Laboruntersuchungen relativ leicht erkannt werden kann. Allerdings ist es bisher nicht m\u00f6glich f\u00fcr eine kranke Person selber festzustellen, ob es sich bei der Erkrankung um eine Infektion mit dem Coronavirus handelt oder ob andere Erreger f\u00fcr vorherrschende Symptome wie eine Erk\u00e4ltung oder Fieber verantwortlich sind. Selbst ein Hausarzt kann mit gew\u00f6hnlichen Untersuchungsmethoden nicht eindeutig sagen, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt oder nicht. Allerdings k\u00f6nnen \u00c4rzte die n\u00f6tigen Untersuchungsproben wie Blut, Speichel oder einen Abstrich der Mundschleimhaut abnehmen, um in einem entsprechenden Labor genauer bestimmen zu lassen, um welche Art von Erregern es sich handelt.<\/p>\n<h3><a id=\"sechseins\"><\/a>Wie k\u00f6nnen sich Personen bei einem Verdacht einer Infektion verhalten?<\/h3>\n<p>Damit der Ausbruch des Coronavirus einged\u00e4mmt werden kann, arbeiten Regierungen und Beh\u00f6rden eng zusammen. Auf der einen Seite m\u00f6chten sie die Bev\u00f6lkerung \u00fcber den aktuellen Stand der Epidemie informieren und auf der anderen Seite m\u00f6chten sie erkrankten Personen die bestm\u00f6gliche Versorgung zukommen lassen.<\/p>\n<p>Das Robert-Koch-Institut hat unter anderem eine Liste von Risikogebieten ver\u00f6ffentlicht, in der die Verbreitung des Coronavirus sehr prominent ist. Dazu z\u00e4hlen neben der Provinz Hubei in China unter anderem auch die italienische Lombardei, die s\u00fcdkoreanische Provinz Nord-Gyeongsang und die iranische Provinz Ghom. Personen, die sich in den letzten zwei Monaten in einer dieser Risikogebiete aufgehalten haben, sollten sich umgehend mit dem Gesundheitsamt ihrer Region in Verbindung setzen. Sie erhalten dort Informationen, wie sie sich verhalten sollen und was sie unternehmen m\u00fcssen, um feststellen zu lassen, ob sie sich wirklich mit dem Coronavirus angesteckt haben.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich empfiehlt das Robert Koch Institut, dass sich alle Menschen untersuchen lassen sollten, die einen direkten Kontakt zu Personen hatten, die aus den Risikogebieten stammen oder bei denen ein Ausbruch von COVID-19 bereits nachgewiesen werden konnte.<\/p>\n<h2><a id=\"sieben\"><\/a>Das Coronavirus in Deutschland<\/h2>\n<p>Auch in Deutschland hat es bereits Verdachtsf\u00e4lle von COVID-19 gegeben. Am 28.01.2020 wurde der erste Fall einer Infektion in Stockdorf in Oberbayern gemeldet. Ein 33-j\u00e4hriger Mitarbeiter einer Autofirma war von einem Seminar aus Shanghai zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p>H\u00f6chstwahrscheinlich hat er sich bei aus China stammenden Teilnehmern angesteckt und die Krankheit mit nach Deutschland gebracht. Erst nachdem aus China eine Information \u00fcber eine Infektion einer deutschen Kollegin bei der Autofirma ankam, wurde der Mann untersucht und der Erreger nachgewiesen. Es stellte sich dabei heraus, dass sich in der Zwischenzeit mehrere Angeh\u00f6rige und Kollegen bei ihm ebenfalls mit dem Coronavirus angesteckt hatten.<\/p>\n<p>Bei einem anderen Fall hatte sich ein Ehepaar aus Heinsberg aus Nordrein-Westfalen mit dem Coronavirus infiziert. Wie sie sich mit den Viren angesteckt haben, ist nicht eindeutig gekl\u00e4rt. Allerdings war das Paar zu einer kleinen Karnevalsveranstaltung in Gangelt gewesen. Nachdem bei dem Ehepaar ein Verdacht einer Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt wurde, wurde das Ehepaar in Quarant\u00e4ne gestellt. Dar\u00fcber hinaus wurde in den Medien ein Aufruf gestartet, dass jeder Teilnehmer der Karnevalsveranstaltung sich umgehend \u00e4rztlich untersuchen lassen sollte, um festzustellen, ob es weitere Infektionsf\u00e4lle gibt.<\/p>\n<p>Es sind aber auch F\u00e4lle aus Hessen, Baden-W\u00fcrttemberg und Hamburg bekannt, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen werden konnte.<\/p>\n<p>Trotzdem raten die Beh\u00f6rden die Ruhe zu bewahren. Bereits seit der ersten Bekanntgabe von internationalen F\u00e4llen wurden verschiedene Krankheitswarnsysteme und Pandemiepl\u00e4ne aktiviert, um eine unkontrollierte Ausbreitung in Deutschland zu verhindern. Das Robert-Koch-Institut ist dabei f\u00fcr die Verbreitung wichtiger Informationen an die Bev\u00f6lkerung und an betroffene Institutionen verantwortlich.<\/p>\n<p>Experten gehen davon aus, dass eine Pandemie wegen der gut ausgearbeiteten Systeme und Pl\u00e4ne in Deutschland und dem europ\u00e4ischen Umland nicht eintreten wird. Viele Mediziner gehen davon aus, dass das Coronavirus \u00e4hnlich wie SARS-CoV etappenweise wieder zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wird.<\/p>\n<h2><a id=\"acht\"><\/a>Was passiert bei einem Verdacht einer Infektion?<\/h2>\n<p>Patienten, bei denen der Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, m\u00fcssen sich in Quarant\u00e4ne begeben. Sie werden in Krankenh\u00e4usern in der Umgebung in speziellen isolierten Krankenzimmern untergebracht und haben keinen direkten Kontakt zu der Au\u00dfenwelt mehr. Die Quarant\u00e4ne dauert 14 Tage an. In dieser Zeit werden die Patienten von medizinischem Personal regelm\u00e4\u00dfig untersucht. Die Mediziner \u00fcberpr\u00fcfen unter anderem eine Ver\u00e4nderung der K\u00f6rpertemperatur und nehmen Proben f\u00fcr Laboruntersuchungen ab.<\/p>\n<p>Das untersuchende Personal hat dabei zwei wichtige Pflichten. Auf der einen Seite m\u00fcssen die \u00c4rzte, Schwestern und Pfleger das Wohl der Patienten im Auge behalten, damit bei einem Ausbruch von COVID-19 zeitnah eine effektive Behandlung eingeleitet werden kann. Auf der anderen Seite haben die Mediziner aber auch darauf zu achten, dass sie sich nicht selbst versehentlich mit SARS-CoV-2 anstecken. Darum m\u00fcssen bei allen Untersuchungen Gesichtsmasken und Handschuhe getragen werden. Nach jeder Behandlung ist eine gr\u00fcndliche Reinigung der Untersuchungsger\u00e4te notwendig und die Pfleger haben besondere Hygienevorschriften.<\/p>\n<p>Durch das Einhalten der strengen Richtlinien soll verhindert werden, dass die \u00c4rzte das Coronavirus aus der Quarant\u00e4ne heraustragen und andere Menschen aus ihrer Umgebung anstecken. F\u00e4lle wie in China sollen nicht wieder auftreten, bei denen \u00c4rzte ebenfalls an COVID-19 erkrankten. Ein Arzt der Klinik in Wuhan, Dr. Li Wenilang, starb im Februar 2020 mit gerade einmal 33 Jahren, nachdem er sich bei einem seiner Patienten mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hatte.<\/p>\n<h3><a id=\"achteins\"><\/a>Wer zahlt die Kosten f\u00fcr die Untersuchungen?<\/h3>\n<p>Wenn ein Patient sich auf eine Infektion mit COVID-19 untersuchen lassen m\u00f6chte, \u00fcbernimmt seine Krankenkasse in der Regel die Kosten f\u00fcr die Untersuchung. Wenn er vom Arzt lediglich krankgeschrieben wird, erh\u00e4lt der Patient die betriebs\u00fcblichen Zahlungen im Krankheitsfall. Sollte eine erkrankte Person allerdings aufgrund des Verdachtes einer Infektion mit dem Coronavirus in Quarant\u00e4ne verlegt werden, m\u00fcssen Arbeitgeber auch die normalen Zahlungen leisten. Allerdings haben sie die M\u00f6glichkeit beim zust\u00e4ndigen Gesundheitsamt eine Kostenerstattung anzufordern. Das Amt zahlt den Arbeitgebern dann die Betr\u00e4ge zur\u00fcck, die f\u00fcr den in Quarant\u00e4ne befindlichen Arbeitnehmer aufgenommen sind.<\/p>\n<h2><a id=\"neun\"><\/a>Welche Bem\u00fchungen werden gegen das Coronavirus unternommen?<\/h2>\n<p>Im Moment arbeiten Mediziner auf der ganzen Welt an M\u00f6glichkeiten, um das Coronavirus effektiv zu behandeln. Bisher gibt es noch keine Medikamente, die gegen den Erreger gezielt vorgehen k\u00f6nnen. Patienten, bei denen eine Infektion mit COVID-19 festgestellt wurde, erhalten stattdessen medizinische Behandlung, die sich gegen die allgemeinen Symptome richtet.<\/p>\n<p>Es wird auch nach M\u00f6glichkeiten gesucht sich gegen SARS-CoV-2 zu impfen. Allerdings sind die Mediziner vorsichtig bei dem Aufstellen von Prognosen. Obwohl sie \u00fcberzeugt davon sind, dass sich Medikamente gegen das Virus entwickeln lassen, gehen sie davon aus, dass es noch mehrere Wochen dauern wird, bis erste Pr\u00e4parate f\u00fcr die Benutzung am Patienten verf\u00fcgbar sein werden. Man sch\u00e4tzt, dass es fr\u00fchestens im Herbst, aber wahrscheinlich erst Ende des Jahres Medikamente geben wird, die das Coronavirus gezielt bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Problem bei der Entwicklung eines Gegenmittels besteht darin, dass das Coronavirus h\u00f6chst anpassungsf\u00e4hig ist. Einzelne Virenkulturen entwickeln sich weiter und werden gegen bestimmte Pr\u00e4parate und Wirkstoffe widerstandsf\u00e4higer. Allerdings ist die Weiterentwicklung nicht derart sprunghaft wie zum Beispiel beim HIV-Virus. Aus diesem Grund sind die Mediziner \u00fcberzeugt davon einen Wirkstoff herstellen zu k\u00f6nnen, der die Behandlung des Coronavirus erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit bem\u00fchen sich die L\u00e4nder und die Beh\u00f6rden darum die Verbreitung des Coronavirus soweit wie m\u00f6glich einzuschr\u00e4nken. Viele Fluglinien haben zum Beispiel Fl\u00fcge in die Provinz Hubei oder allgemein nach China gestrichen. An vielen internationalen Flugh\u00e4fen wurden neben den normalen K\u00f6rperscanner und Detektoren auch Stationen aufgebaut, an denen die K\u00f6rpertemperatur der Passagiere gemessen wird. Wenn Patienten mit deutlich erh\u00f6hter Temperatur auffallen, werden sie vorsorglich isoliert und gegebenenfalls in Quarant\u00e4ne verlegt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurde vom Amt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe ein Leitfaden herausgegeben, der zum Beispiel Empfehlungen gibt was man im Haushalt haben sollte, um mindestens 10 Tage \u00fcberstehen zu k\u00f6nnen. Alle Beratungsstellen und Mediziner erw\u00e4hnen aber ausdr\u00fccklich, dass die Menschen nicht in Panik verfallen sollten.<\/p>\n<h2><a id=\"zehn\"><\/a>Meldepflicht bei Verdachtsf\u00e4llen<\/h2>\n<p>Eine zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahme zur Eind\u00e4mmung von Infektionen mit dem Corona-Virus ist die Meldepflicht bei Verdachtsf\u00e4llen oder Todesf\u00e4llen in Verbindung mit COVID-19. Seit dem 01.02.2020 m\u00fcssen alle \u00c4rzte beim Gesundheitsamt jeden Patienten melden, bei dem eine m\u00f6gliche Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Auf diese Weise wollen die Beh\u00f6rden sicher gehen, dass neue Infektionsherde schnell gefunden und einged\u00e4mmt werden k\u00f6nnen. Ebenso m\u00fcssen \u00c4rzte es melden, wenn ein Verdacht sich nicht best\u00e4tigen konnte.<\/p>\n<h2><a id=\"elf\"><\/a>Ist das Tragen von Mundschutzmasken sinnvoll?<\/h2>\n<p>Viele Menschen kaufen aktuell Mundschutzmasken, um sich in der \u00d6ffentlichkeit vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu sch\u00fctzen. Die Masken kann man normalerweise zu einem geringen Preis in einer nahegelegenen Apotheke bekommen. Tats\u00e4chlich sind diese Masken allerdings nicht daf\u00fcr gedacht sich vor einer Ansteckung mit Viren zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Das Tragen der Mundschutzmasken in der \u00d6ffentlichkeit ist gerade im asiatischen Raum sehr verbreitet. Die Menschen tragen die Masken aber nicht, weil sie Angst haben, dass sie sich Erreger einfangen. Sie tragen die Masken aus H\u00f6flichkeit, wenn sie selbst krank sind. Denn der Mundschutz soll verhindern, dass jemand, der zum Beispiel erk\u00e4ltet ist, andere Menschen ansteckt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus bestehen gerade die g\u00fcnstigen Masken nur aus sehr d\u00fcnnen Papier- oder Stoffschichten. Sie sind f\u00fcr das Tragen f\u00fcr einen kurzen Zeitraum ausgelegt. Wenn man sie zu lange tr\u00e4gt, werden die Masken durch die eigene Atemluft und Speicheltr\u00f6pfchen feucht, die man zum Beispiel beim Husten oder beim Sprechen unbemerkt ausspuckt. Die Feuchtigkeit bietet Viren und Bakterien eine perfekte Oberfl\u00e4che, um sich anzuheften. Sie gelangen dann durch den Mundschutz \u00fcber die normale Atmung und verbreiten sich wieder \u00fcber die Schleimh\u00e4ute in Mund und Nase. Ein einfacher Mundschutz w\u00fcrde somit eine Infektion eher f\u00f6rdern statt sie zu verringern.<\/p>\n<p>Etwas h\u00f6herwertiger, aber auch entsprechend teurer sind dagegen Atemmasken, die \u00fcber einen sogenannten FFP3-Filter verf\u00fcgen. Durch die Filter sollen die meisten Viren und Bakterien ausgefiltert werden. Diese Masken bieten aber auch nur m\u00e4\u00dfigen Schutz, weil sie das Atmen sehr schwer machen und somit nicht allzu lange getragen werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus ist ein eindeutig positiver Schutz vor dem Coronavirus durch die Masken bisher noch nicht nachgewiesen worden. Darum sind Verbraucher im Moment besser beraten, wenn sie sich keine Mundschutzmasken kaufen, sondern sich anders vor dem Coronavirus sch\u00fctzen.<\/p>\n<h2><a id=\"zwoelf\"><\/a>Generelle Ma\u00dfnahmen gegen das Coronavirus<\/h2>\n<p>Um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern, hat das Robert Koch Institut eine Reihe allgemeiner Hinweise gegeben, die man befolgen sollte. Unter anderem z\u00e4hlt dazu, dass man auf einige Formen der H\u00f6flichkeiten verzichtet, solange die Corona-Epidemie grassiert. Dazu z\u00e4hlen unter anderem das H\u00e4ndesch\u00fctteln und der Austausch von Begr\u00fc\u00dfungsk\u00fcsschen. Diese generellen Begr\u00fc\u00dfungsfloskeln bergen das gr\u00f6\u00dfte Risiko einer \u00dcbertragung von Viren und Bakterien.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich sollte man sich regelm\u00e4\u00dfig die H\u00e4nde waschen, bevor man sich damit im Gesicht ber\u00fchrt. Gl\u00fccklicherweise kann sich das Coronavirus nur m\u00e4\u00dfig auf der Oberfl\u00e4che der Haut festhalten. Wenn man sich die H\u00e4nde gr\u00fcndlich w\u00e4scht, verlieren die Erreger ihren Halt und werden weggesp\u00fclt. Daf\u00fcr reicht es schon, wenn man die H\u00e4nde f\u00fcr ca. zehn bis zwanzig Sekunden unter flie\u00dfendem Wasser mit einer handels\u00fcblichen Seife reinigt. Spezielle Hygienereiniger haben keinen besseren Reinigungseffekt. Sie sind f\u00fcr die Entfernung von Bakterien gedacht und haben nur wenig Effekt auf Erreger wie das Coronavirus. Einfache Kernseife ist dagegen deutlich effektiver und auch deutlich g\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Wie bei einer Grippewelle oder zur Erk\u00e4ltungszeit empfiehlt es sich au\u00dferdem, wenn man zu kranken Personen Abstand h\u00e4lt und sich keine Speisen oder Getr\u00e4nke mit ihnen teilt. Wenn man sich um diese generellen Hinweise k\u00fcmmert, bietet das zwar auch keinen 100%igen Schutz gegen das Coronavirus, aber es verringert das Risiko einer Infektion bereits deutlich.<\/p>\n<h2><a id=\"dreizehn\"><\/a>Weitere aktuelle Informationen<\/h2>\n<p>\u279c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/coronavirus.html\">Bundesgesundheitsministerium Deutschland<\/a><\/p>\n<p>\u279c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arcgis.com\/apps\/opsdashboard\/index.html#\/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6\">Coronavirus Live Karte<\/a><\/p>\n<p>\u279c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/nCoV_node.html\"><span class=\"st\">Robert Koch-Institut<\/span><\/a><\/p>\n<p>\u279c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.who.int\/emergencies\/diseases\/novel-coronavirus-2019\">Weltgesundheitsorganisation (WHO)<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Coronavirus &#8211; Allgemeine Informationen \u00fcber COVID-19 Das Coronavirus ist weltweit auf dem Vormarsch. Es gibt viele Unsicherheiten \u00fcber die Verbreitung und die Gef\u00e4hrdung durch die neuartige Erkrankung. Der folgende Text soll deshalb die wichtigsten Informationen liefern, die es \u00fcber das Coronavirus gibt. 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